Wir stellen uns vor

Kleine Historie der Tierpension Lämmerhirt

Seit fast 15 Jahren ist unser Frauchen für Tiere in Not im Einsatz. Viele Findelkinder, errettete Vierbeiner aus dunklen Verliesen, "entsorgte" Wesen aus Mülltonnen und misshandelte Kreaturen fanden bei ihr ein vorübergehendes Heim. Für die meisten von Ihnen konnten schnell neue Weggefährten gefunden werden, doch einige blieben für immer.

Viele der neuen Tierbesitzer fragten nach der Versorgung in der Urlaubszeit. In den Zeiten vor der Tierpension war dies nicht möglich, es fehlte einfach der Platz. Das änderte sich am 1. Mai 1998. Mit unserer tierischen Hilfe - wir Vierbeiner waren als Berater tätig - eröffnete unser Frauchen ihre Tierpension. Seit dem herrscht hier reges Treiben, viele Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Mäuse, Ratten, Chinchillas, Frettchen, Vögel und Schildkröten kommen regelmäßig zu Besuch.

Die Stammbesetzung

Portrait der Hündin UschiIch bin also die Uschi. Meine Hundeeltern waren die einzigen Überlebenden eines Bauernhofs - Ziegen, Hühner, Meerschweinchen und meine großen Geschwister waren verhungert. Kurz nach der Rettung meiner Eltern erblickten meine 4 Geschwister und ich das Licht der Welt. Sie alle fanden schnell ein neues zu Hause. Ich bin "leider"übrig geblieben. Darüber bin echt froh, denn so ein Job als Empfangsdame ist was Tolles. Mit den anderen geretteten Vierbeinern und Flügeltieren meines Hofes, sorge ich für ein buntes Unterhaltungsprogramm für die hier wohnenden Pensionsgäste.

Portrait vom Hund ChowDer Chow ist unser Teddybär. Er hat immer die Ruhe weg, die meiste Zeit verschläft und verschnarcht er. Nur wenn der große Bärenhunger kommt, erwachen seine Lebensgeister. Chow kommt aus England, im Sommer 2001 wurde er von Tierschützern gerettet. Sein damaliges Herrchen war nicht gerade freundlich mit ihm, obwohl Chow schlimm krank war, bekam er Prügel.

Bei uns fand er erstmal ein Quartier. Trotz intensiver Bemühung fand sich kein neues zu Hause für den Teddybär - für einen tauben, arthrosekranken "Schnarchsack" konnte sich kein Herz erwärmen. Als Patenhund des Tierschutz Halle e. V. lebt er nun an meiner Seite.

Portrait vom Hund TobiasTobias wuselt nun auch schon seit Langem mit mir über den Hof. Da sein ehemaliges Frauchen erkrankte, wurde der kleine "Spring-ins-Feld" bei uns zur Vermittlung abgegeben. Unser Futterfrauchen hätte nie gedacht, dass Tobias so eine Art Bummerang ist, nur wenige Wochen nach jeder Vermittlung wurde er wieder zurück gebracht.

Wenn ich ganz ehrlich sein soll, sein Gewuffe geht mir schon manchmal auf die Nerven, aber lieb hab ich den Burschen ja doch irgendwie. Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und es finden sich doch die richtigen Leute für ihn, denn manchmal kann er ein echter Prinz sein.

Portrait vom Schäferhund Erek.Zur Erinnerung an meinen besten Freund Erek. Er ist leider schon über die Regenbogenbrücke gegangen. Erek wurde im Herbst 2001 völlig abgemagert, mit vielen offenen Stellen am Körper, aus einer Wohnung befreit. Sein Herrchen war dem Alkohol verfallen. Auch er fand als Patenhund ein Quartier bei uns und genoss seinen Lebensabend. Zu gern schlenderte ich mit ihm über unsere Hundewiesen und bewachte mit ihm all unsere Pensionsgäste.

Erek war auch immer ein willkommener Gast im Kinderheim und im Alten- und pflegeheim. Anfangs war die Angst groß bei Kindern und Senioren, doch seinem lieben und ruhigen Wesen konnte kaum jemand widerstehen. Die meisten schlossen unseren stolzen Hundeopa schnell ins Herz. Auch heute wird noch oft nach ihm gefragt. Er fehlt uns sehr.

Mieze, Morle, Mori und Blacky sind "Waisenkinder", sie waren einst Pensionsgäste - manchmal kommen Herrchen oder Frauchen nicht wieder. Da sich für die vier Tiger keine neuen Familien fanden, durften sie bleiben. Sie schauen ab und zu bei den Pensionsmiezen vorbei und erzählen den neuesten Dorfklatsch, schließlich wollen unsere Gäste auf dem Laufenden bleiben.

Grauchen, Max und Putz sind die Ur-Tiger im Haus, sie waren schon als Berater beim Ausbau der Tierpension dabei. Ab und zu lassen sich die alten Herrschaften auch bei den Pensionstigern sehen.

Im Kleintierzimmer sorgen ein paar Zebrafinken für Kurzweil. Sie alle wurden völlig entkräftet auf der Straße gefunden.

Unsere 7 Langohren und die 3 Meerschweinjungs aus Wohnungsräumungen oder Mülltonnen leben in einem Freigehege im Garten und bieten unseren Hundegästen oft sehr interessante Unterhaltung – ich schau ja auch gern durch´s Gitter – Tobias hoppst gern mal mit rein und betreibt intensive Ohrenpflege bei den Mümmlern.

Kaninchen und Meerschweine im Außengehege.

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